Drittes Blütenblatt – Akzeptanz
- Alexander Gleinser
- 8. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Mantra: „Ich akzeptiere mich, jede Situation und jeden Moment.“
Akzeptanz ist eines der tiefsten, aber auch eines der missverstandensten Prinzipien innerer Entwicklung. Viele Menschen verwechseln sie mit Passivität oder Resignation. Doch in Wahrheit ist Akzeptanz etwas zutiefst Aktives. Sie ist ein innerer Zustand von Klarheit, Präsenz und Offenheit – ein Einverständnis mit dem, was ist, ohne sich dadurch in der eigenen Handlungsfähigkeit zu begrenzen.
Akzeptanz ist das Tor zur Gelassenheit. Erst wenn wir aufhören, gegen das Leben zu kämpfen, entsteht Raum für echte Veränderung.
Was Akzeptanz wirklich bedeutet
Akzeptanz heißt nicht:
dass wir alles gutheißen müssen
dass wir Situationen dulden, die uns schaden
dass wir keine Grenzen setzen
dass wir uns nicht weiterentwickeln
Akzeptanz heißt vielmehr:
die Realität des gegenwärtigen Moments anzuerkennen
das innere Ringen und den Widerstand zu lösen
uns selbst mit all unseren Gefühlen wahrzunehmen
einen klaren, ruhigen Ausgangspunkt für Veränderung zu schaffen
Es ist die Entscheidung, die Dinge zuerst so sein zu lassen, wie sie sind – bevor wir versuchen, sie zu verändern.
Warum Akzeptanz so transformierend ist
Widerstand erzeugt Spannung. Spannung erzeugt Enge. Und Enge macht uns blind für Lösungen.
Erst wenn der innere Kampf aufhört, kann sich unser Geist weiten. Wir sehen klarer, fühlen tiefer und erkennen Möglichkeiten, die vorher verborgen waren.
Psychologisch betrachtet entsteht Ruhe nicht durch Kontrolle, sondern durch Loslassen der Illusion, wir müssten den Moment anders haben, als er ist. Gelassenheit entsteht dort, wo wir der Realität nicht länger widersprechen.
Selbstakzeptanz: Der Schlüssel zu innerem Frieden
Nichts verändert unser Leben so sehr wie die Fähigkeit, uns selbst zu akzeptieren – mit allem, was wir sind:
den starken Seiten
den verletzlichen Seiten
den widersprüchlichen Seiten
den Anteilen, die wir lange abgelehnt haben
Selbstakzeptanz bedeutet nicht, sich mit weniger zufrieden zu geben. Sie bedeutet, sich selbst als Ausgangspunkt für jede Veränderung anzuerkennen.
Nur wer sich selbst annimmt, kann sich weiterentwickeln, ohne sich ständig selbst im Weg zu stehen.
Akzeptanz im Alltag kultivieren
Du kannst Akzeptanz bewusst üben – in kleinen Momenten, jeden Tag:
Wenn eine Emotion auftaucht: „Da bist du. Ich lasse dich da sein.“
Wenn etwas anders läuft als geplant: „Ich nehme den Moment an, wie er ist.“
Wenn du mit dir selbst streng bist: „Ich bin genug, so wie ich bin.“
Diese einfachen Sätze schaffen innere Weite. Sie bauen Stress ab, reduzieren Widerstand und stärken emotionale Stabilität.
Das Mantra des dritten Blütenblattes
„Ich akzeptiere mich, jede Situation und jeden Moment.“
Wiederhole es in Momenten der Unsicherheit. Wiederhole es in Momenten des Wachstums. Wiederhole es in Momenten, in denen du spürst, wie du gegen das Leben ankämpfst.
Es erinnert dich daran: Veränderung beginnt mit dem Annehmen dessen, was ist.





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